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Neben First Lady Melania Trump saßen bei der SOTU Grace Eline und Joshua Trump, der seinem Namensvetter sehr konzentriert zuhörte.

Bild: AFP / Mandel Ngan

Rund um die Rede zur Lage der Nation (oder SOTU, wie die Akronym-verrückten Amis die "State of the Union" -Rede auch nennen) gibt es eine Menge Traditionen:

So wird immer ein Mitglied der Regierung an einen anderen, geheimen Ort transportiert, der sogenannte „designated survivor“, in diesem Jahr war das der Energie-Minister Rick Perry. Das macht man, falls alle Politiker während der Rede bei einem Anschlag sterben oder verletzt werden. 

Sowohl der Präsident als auch seine Gegenspieler dürfen auch einige Menschen aus dem Volk einladen, die der Rede beiwohnen. Die Eingeladenen stehen immer symbolisch für ein Thema oder ein Problem, das die Einladenden besonders hervorheben möchten: In diesem Jahr haben Demokraten mehrere einfache Regierungsmitarbeiter eingeladen, die von Trumps Haushaltssperre persönlich betroffen waren und ohne Gehalt weiter arbeiten mussten.

Donald Trump hingegen lud zwei Kinder ein: Die neunjährige Grace Eline, die eine Krebserkrankung überstanden hat und weiterhin erkrankten Kindern hilft – und Joshua Trump, der wegen seines Namens Angriffen seiner Mitschüler ausgesetzt war, wie seine Mutter erzählte.

Nun wurde ausgerechnet Joshua Trump während der gestrigen Rede zur Lage der Nation zu einer Art Nationalheld – für Trumps Gegner. Nicht, weil er etwas Besonderes getan hätte – er war einfach so verdammt müde, dass er während der Rede seines Namensvetters einschlief und auch nicht während der zahlreichen Zwischenapplause aufwachte. Stattdessen schlummerte der Elfjährige selig und inspirierte so eine Menge Zuschauer.

Manch einer wollte ihn sofort zum Mitglied seines höchstpersönlichen Clubs machen:

Doch natürlich gab es auch eine ganz einfache Erklärung für Joshuas ungewöhnliches Verhalten: 

Und so fand der ein oder andere plötzlich in seinem tiefsten Herzen Sympathien für jemanden namens Trump:

Joshua schafft also im Schlaf, was seinem Namensvetter in den vergangenen zwei Jahren nicht gelungen ist. Und das ist für einen Elfjährigen eine ziemlich reife Leistung. 

chwae