Warum in die Schule gehen und etwas für eine Zukunft lernen, die es vielleicht gar nicht mehr geben wird? Diese Frage stellen alle Schülerinnen und Schüler, die am morgigen Freitag nicht im Klassenzimmer sitzen werden, sondern stattdessen protestieren – für eine andere Klimapolitik.

Der Kern des Protests ist in Schweden, wo am Freitag in mehr als 100 Schulen Schülerinnen und Schüler dafür streiken, dass das Land seine Klimaziele endlich einhält. Anführerin der Aktion ist die 15-jährige Greta Thunberg. Die Schwedin hatte schon Anfang September für Schlagzeilen gesorgt, als sie kurz vor den schwedischen Parlamentswahlen komplett aufhörte, in die Schule zu gehen und stattdessen täglich vor dem Parlamentsgebäude saß oder stand, in der Hand ein Schild mit der Aufschrift „Schulstreik für das Klima“. Mittlerweile sitzt sie wieder mit ihren Büchern im Klassenzimmer – allerdings nur von Montag bis Donnerstag. Freitags streikt sie weiterhin. Ihre Eltern unterstützen sie dabei.

Am morgigen Freitag wird es besonders viele Aktionen geben. Auf Twitter ruft Greta unter dem Hashtag #FridaysForFuture dazu auf, einen Streik in der Nähe zu finden oder selbst eine Aktion ins Leben zu rufen. Protestiert wird dabei nicht nur in Schweden – auch in 260 anderen Ländern wollen sich Schülerinnen und Schüler engagieren. In Australien zum Beispiel haben Tausende angekündigt, unter dem Motto „School Strike 4 Climate Action“ zu demonstrieren und die Klassenzimmer zu verlassen.

„Wir können die Welt nicht dadurch retten, dass wir uns an die Regeln halten. Denn die Regeln müssen sich ändern“, schreibt Greta in einem Gastbeitrag für den Guardian.

soa

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