Das ist: der 14-Jährige, der eine Umweltbank für Kinder gegründet hat

Der Peruaner José Adolfo Quisocala Condori hat inzwischen 2000 Kunden.
Von Nele Spandick

Screenshot: Youtube/ Banco del Estudiante

Das ist …

… José Adolfo Quisocala Condori. Mit sieben Jahren gründete der Peruaner die Bartselana Schülerbank, bei der Kinder durch eigene Konten sparen lernen sollen. Doch die meisten Kinder hatten wenig Kapital, um mit dem Sparen anzufangen, also erfand er eine weitere Besonderheit: Sie können mit Hausmüll zahlen. Wenn sie den Müll der Familie zum Schulkiosk bringen, bekommen sie Geld auf ihr Konto gutgeschrieben. Dafür arbeitet die Bank mit lokalen Recycling-Unternehmen zusammen. Inzwischen ist José 14 Jahre alt und hat ungefähr 2000 Kunden.

Der kommt …

… aus der Stadt Arequipa. Hier hat er regelmäßig Kinder in Armut gesehen, die auf der Straße arbeiteten und bettelten. Er wollte ihnen beibringen, wie sie sparen können, um zur Schule zu gehen wie er selbst. Aber auch die Art, wie seine Mitschüler*innen mit Geld umgingen, motivierte ihn. Viele kauften so viele Süßigkeiten und Spielzeuge, dass sie sich kein Mittagessen mehr leisten konnten. In der Bank können sie sich Sparziele setzen. Nur, wenn sie ihr Ziel erreicht haben, können sie Geld abheben.

Der geht …

… bald ab. Und zwar im Kino. Disney dreht gerade laut seinen eigenen Angaben eine Dokumentation über ihn, die im November international Premiere feiern soll. Sein Kommentar: „Welches Kind würde nicht gerne in einem Disney-Film vorkommen?“

 

Daraus lernen wir, ...

… dass wir als Grundschüler*innen ganz schön faule Säcke waren. Die Generation, die uns folgt, ist einfach besser für diese Welt. Unsere Vorbilder sollten die Jüngeren sein, denn sie zeigen: Du kannst jung und unerfahren sein und trotzdem etwas ändern. Und das bedeutet nicht nur eine Online-Petition zu unterschreiben, sondern selbst anzupacken und vielleicht auch ein Konto bei einer sozialen und ökologischen Bank zu eröffnen.

Nur Google weiß, …

… dass er gerne mal Nobelpreisträger werden würde. Ganz bescheiden ist ihm dabei der Preis für Frieden genauso recht wie der für Wirtschaft. Seine bisherige Preisbilanz ist nicht übel: Er wurde für sein Engagement unter anderem von den Vereinten Nation, der Queen und dem peruanischen Kongress ausgezeichnet.

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