„Ich habe all die Milchschnitten gegessen, die ich vorher nicht durfte“

Auf Twitter erzählen User*innen davon, was sie als Erwachsene exzessiv machen, weil es in ihrer Kindheit verboten waren.

Als Kind wächst man mit Regeln auf, die einem von den Eltern vorgegeben werden. Einige, davon sind allgemeingültig, wie dass man nicht lügen darf oder bevor man über die Straße geht nach rechts und links schauen soll. Andere sind von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich und teilweise so absurd, dass man sie als Erwachsene*r bewusst bricht. Auf Twitter tragen User*innen unter einem Tweet von @TanjaSagt genau solche Dinge zusammen: Sie erzählen, was sie seit ihrem Auszug aus dem Elternhaus gerade deshalb exzessiv machen, weil sie früher verboten oder nicht gern gesehen waren.

Dabei geht's vor allem ums Essen. Wer erinnert sich nicht an Sprüche wie „Aufessen, sonst scheint die Sonne nicht!“ oder „Es wird gegessen, was auf dem Tisch steht!“. Da war es egal, ob man Spinat, Bohnen und Co. mochte oder nicht. 

Genauso, wie es Lebensmitteln gab, die gegessen werden mussten, gab es auch solche, die verboten waren. Beziehungsweise, die nur in bestimmten Aggregatzuständen erlaubt waren: 

Wer erinnert sich nicht an dieses eine Kind aus dem früheren Freundeskreis, das sich bei Kindergeburtstagen vollkommen mit Süßigkeiten vollgestopft hat, weil es Zuhause keine essen durfte? @benjaminjries hat etwa „in einer Woche all die Milchschnitte gegessen, die [er] vorher nicht durfte.“

Aber es geht nicht nur um das was, sondern auch um das wie. Die einen stellen jetzt bewusst die Ellenbogen beim Essen auf den Tisch, die Nächsten essen den Nachtisch vor dem Hauptgang oder einfach genüsslich vor dem Fernseher.

Andere feiern am Erwachsensein, dass sie in ihrer eigenen Wohnung machen können, was sie wollen. Zum Beispiel: unordentlich sein.

Zwischen all den witzigen Kommentaren waren jedoch auch einige dabei, die zeigen, wie unterdrückend Regeln in einigen Familien sein können. Darunter sind Schilderungen von Gewalterfahrungen oder Regeln, die die freie Entwicklung der Persönlichkeit einschränkten. 

Problematisch wird es nur, wenn man merkt, warum es diese Regeln gab: 

Das beste kommt aber zum Schluss, weil @monaroestkaffee aufgefallen ist, dass ihr nichts aufgefallen ist:

lwö

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