„Der Angriff macht mich nicht weniger selbstbewusst“

Ein lesbisches Paar wurde in einem Bus brutal verprügelt. Doch die Frauen lassen nicht zu, dass sich dadurch ihr Verhalten ändert.

Das lesbische Paar, das vor zwei Wochen in einem Londoner Bus von einer Gruppe Jugendlicher brutal angegriffen und verprügelt wurde, hat jetzt in einem Interview bekräftigt, sich auch künftig in der Öffentlichkeit nicht anders zu verhalten. „Wir wissen jetzt, dass wir für uns einstehen“, sagten sie. Das habe sie auch körperlich selbstbewusster gemacht.

Melania Geymonat, 28, und ihre Freundin Chris, 29, saßen am 30. Mai 2019 abends im Bus nach Camden, als eine Gruppe von Teenagern sie wiederholt aufforderte, sich zu ihrem Vergnügen zu küssen. Das Paar weigerte sich.  Der Zwischenfall endete damit, dass die Frauen brutal verprügelt wurden. Melania veröffentlichte auf Facebook ein Foto der beiden, auf dem sie blutüberströmt im Bus sitzen. Der Post ging viral, Politiker*innen und Aktivist*innen verurteilten die Attacke scharf. Die fünf Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren sind mittlerweile gefasst.

In einem Interview mit Channel 4 beschrieben die beiden Frauen den Vorfall jetzt in erster Linie als „Angriff auf Frauen, und dann auf homosexuelle Frauen.“ Primär seien sie von den Jugendlichen als sexuelle Objekte gesehen worden.

Weiterhin bekräftigten sie, sie würden sich in London weiterhin sicher fühlen. Denn sie wollten nicht zulassen, dass der Angriff etwas ändere an der Art und Weise, wie sie sich als Paar verhielten. Chris sagte: „Ich habe sowieso immer unsere Umgebung gescannt. Der Angriff macht mich nicht weniger selbstbewusst.“ Und fügte hinzu: „Wenn wir uns nicht so verhalten wie sich auch ein heterosexuelles Paar verhalten würde, dann bedeutet das, dass man sich von den Menschen unterkriegen lässt.“

soas