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El Chapo sitzt zwar gerade im Gefängnis – versucht aber offenbar, trotzdem Geschäfte zu machen.

Foto: Reuters/Henri Romero

Joaquín „El Chapo“ Guzmán ist der wohl berüchtigste Drogenboss der vergangenen Jahrzehnte. Der 61-Jährige ist nicht nur des Drogenschmuggels, der Geldwäsche sowie des illegalen Schusswaffenbesitzes schuldig, sondern auch verantwortlich für die Morde an bis zu 3.000 Menschen. Bekannt wurde er außerdem für zwei spektakuläre Gefängnisausbrüche. Alles Verbrechen, für die er nun zwar erneut im Gefängnis sitzt (ein endgültiges Urteil wird im Juni erwartet) – die sich letztlich aber weiterhin für ihn und seine Familie bezahlt machen. 

Denn Guzmáns dadurch entstandene Bekanntheit nutzt er nun offenbar, um aus dem Gefängnis heraus ein eigenes Mode-Label zu etablieren: „El Chapo“ wird es heißen, das Logo wird seine Unterschrift enthalten. Das Unternehmen soll von Guzmáns 29-jähriger Frau Emma Coronel Aispuro geführt werden, die auch an den Designs beteiligt sein soll. Guzmán selbst könne laut Michael Lambert, einem Anwalt der Familie, selbst kein Geld an dem Mode-Label verdienen, er habe dem Unternehmen lediglich die Rechte für sein geistiges Eigentum und seine Unterschrift gewährt. 

Offenbar werden Produkte wie „El Chapo“-Sortkleidung, „El Chapo“-Baseball-Kappen oder „El Chapo“-Jeans-Jacken bereits vorbereitet. Sie alle kann und muss man wohl als Fan-Artikel verstehen – für Kunden, die sich aufrichtig für einen Schwerverbrecher begeistern können. Erste Teile sollen bereits im Sommer in den USA und Mexiko erhältlich sein. 

Ob und wer sich dann tatsächlich dafür entscheiden wird, Kleidung zu kaufen, die die Unterschrift eines verurteilten Drogenbosses trägt, bleibt bis dahin abzuwarten. 

lath