Diese Hijabistas zeigen, wie vielfältig man das Kopftuch stylen kann

Von Vintage-Blazer und Matrix-Mantel bis zur Hip-Hop-Hose ist alles dabei.
buzz hijab fashion cover

Foto: itsnajmaahmed / instagram

Spätestens seit dem Erfolg der britischen Youtuberin Dina Tokio ist klar: Es gibt nicht die eine Art, ein Kopftuch zu stylen. Ob als Turban oder um den Hals geschlungen: Nicht nur bei der Art und Weise, wie man sein Kopftuch – den Hijab – bindet, gibt es viele Möglichkeiten. Den Look kann man auch durch die restliche Kleidung verändern: Den Hijab zum Beispiel mit Schmuck oder Sneakern kombinieren, mit Vintage-Stücken oder Hip-Hop-Mode. Die Hijabista-Community ist mittlerweile vor allem im englischsprachigen Raum groß und vor allem: vielfältig.

Um diese Vielfalt nochmals zu verdeutlichen, hat eine Twitter-Userin vergangene Woche einen Thread in der „best dressed Hijabi“-Edition gepostet, der prompt viral ging. Sie stellt darin zahlreiche Instagram-Accounts vor und machte gleich zu Anfang klar: „Ich will hier keine islamophoben Kommentare sehen oder Menschen, die diese Frauen auf welche Art auch immer shamen“. Der Thread bekam über 200 000 Likes und wurde 50 000 Mal retweeted.

Hier sind sechs der Hijabista-Accounts, die zeigen, wie vielfältig man das Kopftuch stylen kann:

Androgyn 

Hodan Yousufs Style ist androgyn – mal dandyhaft mit hochsitzender Karo-Stoffhose, mal spitzbübisch in 80s-Hoodie und Bomberjacke. Sie kombiniert breite Vintage-Blazer mit bunt gemusterten Oversized-Hemden und Chelsea Boots. Ihr Kopftuch trägt sie dabei meist schlicht schwarz, unter einem Hut versteckt, nach hinten oder nach vorne gebunden, sodass es ihr locker über die Schultern fällt.

Chic

Blumenwiese, Waldlichtung oder auch das Schloss Versailles: Die Locations, die sich Hanan Al Badri für ihre Shootings aussucht, sind mindestens so traditionell romantisch wie ihr Kleidungsstil. Sie trägt vor allem helle, gedeckte Farben, hochgeschlossene Kleider mit Glockenärmeln und Faltenröcke. Das Kopftuch trägt sie eher klassisch: Es bedeckt den gesamten Kopf und ist um den Hals herum eng gebunden, sodass die Kopfform betont wird – der sogenannte Arabic-Style.

Cool

Najma Ahmeds Instagram-Account versprüht heftige Badass-Vibes. Der Style der Pariserin ist lässig, meist schwarz-weiß-schlicht, dennoch cool und ungewöhnlich. Mit Kleidungsstücken wie weißem T-Shirt oder Jeans kombiniert Najma vor allem: schwarzes Leder – sei es ein Blazer in Black-Panther-Optik, ein Matrix-Mantel, eine Hose mit breitem Bein oder ein Hut. Ein weißes Kopftuch oder Turban dazu, eine Sonnenbrille mit schmalen Gläsern oder Goldschmuck und ein Paar Sneaker. Bäm: Fertig ist der Badass-Hijabi-Look.

Gemütlich

Das pastellfarbene Kopftuch locker über die Schulter geworfen, weiter Kuschelpulli und Mom-Jeans: Samias Studentinnen-Style ist stimmig, alltagstauglich und angenehm unaufgeregt. Sie trägt kaum Muster, viele ihrer Oberteile sind oversized und aus weichem Material – ein Plus in Sachen Tragekomfort. Bequeme Kleidung, die nicht nur lässig, sondern auch schick aussieht. Was will man eigentlich mehr?

Sportlich

Khuluds Street-Style ist urban, sportlich und bunt. Sie trägt Jogginghose mit Flammenaufdruck, Skelett-Hoodie und Neon-Sneakers. Ein kleines bisschen Hipster (Tennissocken und flache Cap), vor allem aber sehr viel Hip Hop (Baggy-Pants, breite Shirts und dicke Ketten). Ihr Kopftuch ist dabei meist schlicht gebunden und einfarbig.

Experimentell

Dhan setzt auf grelle Farben, verrückte Muster und kreative Kombinationen. Tragbar sind ihre experimentellen Styles auf jeden Fall – aber dann bitte mit selbstbewusster Haltung. Denn sie sind – im besten Sinne – mutig. Während sie ihr Kopftuch meist eher wie einen Schleier über den Kopf geworfen trägt, sind ihre restlichen Outfits sehr unterschiedlich: Mal eher verträumt in Rosa-Tönen und seidigen Stoffen. Mal extravagant in langem, giftgrünem Tiger-Samt-Rock, gelber Bluse und Angler-Hut. Auf ihrem Instagram-Account gibt es also fashiontechnisch immer was Neues zu entdecken.

fsk

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