Fashion-Vielfalt gehört zu unserem Alltag. Unter Hashtags wie #ootd (outfit of the day) posten modeaffine Menschen täglich ihre Lieblingsoutfits in den sozialen Medien. Doch bei den Bloggern und Influencern, die diese Bilder posten, hört das mit der Vielfalt schnell auf: überall junge, schöne, makellose Menschen. Für die vielen Menschen, die dieser „Norm“ nicht entsprechen, scheint da kein Platz zu sein.

Die Mexikanerin Maryangel Garcia Ramos wollte das ändern. Als Aktivistin kämpft sie gegen Vorurteile gegenüber Frauen, die im Rollstuhl sitzen. Unter dem Hashtag #ThisisMyDisabledStyle teilte die 33-Jährige bei Twitter ein Bild von sich mit Leoparden-Outfit – und ihrem Elektro-Scooter. Seit sie 14 ist, ist sie wegen einer Nervenkrankheit auf eine Mobilitätshilfe angewiesen. Nun folgen auf der ganzen Welt Modefans mit Behinderungen ihrem Beispiel und teilen ihre eigenen Lieblingsoutfits. Und die sind wirklich vielfältig.

Einige junge Frauen funktionieren zum Beispiel ihre Krücken oder Rollstühle zu Accessoires um und passen sie so ihrem ganz eigenen Stil an. „Es macht mir so viel Spaß, mit meinen Mobilitätshilfen herumzuspielen. Sie dienen mir sowohl als funktionelle Hilfsmittel, als auch als stylisches Accessoires“, schreibt eine Userin.

Andere Nutzer machen durch den Hashtag darauf aufmerksam, dass ihre Alltagskleidung bequem sein muss und sie nur ein paar Mal im Jahr die Gelegenheit dazu haben sich aufzustylen.

Ihrem Ziel, Behinderung auch in der Mode präsenter zu machen, ist Maryangel Garcia Ramos damit ein Stückchen näher gekommen. Auf Twitter schreibt sie, dass sie sich sehr über die vielen Reaktionen freue. Und sie macht darauf aufmerksam, dass es beim Thema Behinderung sehr viele, sehr individuelle Geschichten gibt. Und wie lassen sich die schöner zum Ausdruck bringen, als mit modischen Statements.

laho