Viele glauben ja, man müsse Streitigkeiten ab einem gewissen Alter „erwachsen“, also vernünftig, regeln und beiseitelegen können. Besonders dann, wenn man damit in der Öffentlichkeit steht. Dass Rapper 50 Cent allerdings nicht zu diesen Menschen gehört, hat er dieses Wochenende bewiesen. 

Als nämlich auf Instagram für ein Konzert seines Feindes Ja Rule in Texas geworben wurde, gab 50 Cent mit einem Kommentar darunter bekannt, dass er 200 Front-Row-Tickets für das Konzert gekauft, also rund 3000 US-Dollar ausgegeben habe. Nur, damit die Plätze leer bleiben können. 

Diese Aktion finden viele lustig. Am Allerlustigsten findet sie aber wohl 50 Cent selbst. Im Kommentar schrieb der Rapper ein „LOL“ dazu, seither postet er immer wieder Beiträge, die (in Verbindung mit vielen Lachsymbolen) auf seine Aktion hinweisen. Unter anderem ein Foto, auf dem 50 Cent selbst in leere Ränge gephotoshoppt wurde, und ein Fake-Video, in dem er ebenfalls bei einem Ja Rules-Konzert zu sehen ist. In einem anderen Post schreibt er scheinbegeistert: „Mann Junge, da hast du ja eine geile Show aufgezogen.“

Damit beweist der Rapper allerdings nicht nur Humor, sondern eben auch, wie gehässig und nachtragend er sein kann: Der Streit zwischen 50 Cent und Ja Rule, die beide aus Queens stammen, hält bereits seit zwei Jahrzehnten an. Während sie sich in den Neunzigerjahren und frühen 2000ern noch mit Disstracks und körperlicher Gewalt angriffen, Ja Rule sogar für eine Attacke ins Gefängnis musste, hatte sich der Konflikt kürzlich immer weiter beruhigt. Viele Nutzer Sozialer Netzwerke kommentieren die Aktion deshalb dahingehend, dass 50 Cent es endlich mal gut sein lassen solle.

Irgendwie scheint 50 Cents Aktion am Ende schließlich auch ihren Zweck verfehlt zu haben. Denn die ständigen Posts des Rappers bedeuten ja in erster Linie kostenlose PR für das Konzert seines Feindes. Online reagiert Ja Rule jedenfalls entspannt bis siegessicher, indem er festhält: „Ich gehe 50 Cent unter die Haut... Ich liebe es!!!“

lath

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