IOC will Gifs von Olympia verbieten

So steht es in einem offiziellen Dokument, das den Umgang mit Bildmaterial regelt.

Die Olympischen Spiele in Rio sollen ein Spektakel werden. Nur bitte nicht im Internet, beziehungsweise nicht unkontrolliert. Zumindest, wenn es nach dem Internationalen Olympischen Kommitee (IOC) geht. Das will unterbinden, dass Gifs von der Sportveranstaltung im Netz flottieren.

Zumindest unlizensierte. Die Organisation hat ihr Regelwerk aktualisiert (hier als Pdf), neu ist unter anderem dieser Absatz:

"The use of Olympic Material transformed into graphic animated formats such as animated GIFs (i.e. GIFV), GFY, WebM, or short video formats such as Vines and others, is expressly prohibited."

"Olympisches Material" sind so ziemlich alle Bilder und Töne, die bei dem Event entstehen. Live-Streaming-Apps sind laut IOC auch verboten. Bedeutet: Flitzende Tischtennis-Spieler im Loop? Nope. Ein Gif von einem betörenden Salto? Ausgeschlossen. Die entscheidenden zwei Sekunden eines 90-Minuten-Fußballspiel zum Immer-wieder-Gucken?  Das erst recht nicht.

Klar sind die Aufnahmen des Sportereignisses urheberrechtlich geschützt und Fernsehsender zahlen viel Geld dafür, das übertragen zu dürfen, was Millionen Menschen sehen wollen. Nur: Im Jahr 2016 die Spiele im Social Web kleinhalten? Hashtags überwachen?  Die Fans daran hindern, dass sie sich Meme ausdenken – wie etwa das "Mo Farah Running Away From Things" bei Olympia 2012?

Klingt, als hätte sich das IOC da ziemlich was vorgenommen, falls es demnächst auf Streife in den Weiten des Internets geht.

fran

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