14.06.2018, Russland, Moskau: Fußball, WM, Vorrunde, Gruppe A, 1. Spieltag: Russland - Saudi-Arabien im Luschnikistadion. Abdullah Al-Muaiuf aus Saudi-Arabien (von oben) kann den Treffer zum 1:0 nicht abwehren, darunter Alan Dsagojew aus Russland und Ilja Kutepow aus Russland und Salman Al-Faradsch aus Saudi-Arabien. Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

14.06.2018, Russland, Moskau: Fußball, WM, Vorrunde, Gruppe A, 1. Spieltag: Russland - Saudi-Arabien im Luschnikistadion. Abdullah Al-Muaiuf aus Saudi-Arabien (von oben) kann den Treffer zum 1:0 nicht abwehren, darunter Alan Dsagojew aus Russland und Ilja Kutepow aus Russland und Salman Al-Faradsch aus Saudi-Arabien. Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Christian Charisius/dpa / Collage: jetzt.de

5:0 hat die russische Mannschaft gestern das Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft gewonnen. Fünf Tore. Macht 50.000 Pfund. Etwa 57.000 Euro, die das irische Wettbüro Paddy Power nun an die Attitude Foundation spendet. Die setzt es dann für Projekte ein, die den Fußball LGBT-freundlicher machen möchten.

Die LGBT-Zeitschrift Attitude hat vorgestern bekannt gegeben, dass das Wettbüro für jedes Tor der russischen Mannschaft 10.000 Pfund an die Stiftung das Magazins spenden wird.

Die Aktion dürfte als Antwort darauf zu verstehen sein, dass Wladimir Putin seit Jahren dafür bekannt ist, eine LGBT-feindliche Politik zu vertreten. 2013 etwa stellte er „Propaganda  für Homosexualität“ unter Strafe. Im vergangenen Jahr wiederum ließ die russische Regierung ein Meme verbieten, das Putin mit Lidschatten und Lippenstift zeigt.

So kommt also jedes Tor Russlands auch der LGBT-Community zugute. Wobei die Aktion natürlich auch eine hübsche PR-Maßnahme für das Wettbüro ist. Das Image der Firma hat in den vergangenen Jahren nämlich ein paar Dellen abbekommen. So wurde Paddy Power 2008 heftig kritisiert, weil es zur Wette gestellt hat, dass Barack Obama seine erste Amtszeit nicht beenden wird. Man konnte darauf wetten, dass der US-Präsident vorher ermordet wird. Die Wette wurde für ihre Geschmacklosigkeit kritisiert, das Wettbüro zog sie zurück.

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