Hanfpflanzen könnten Bienensterben verhindern

Darauf weist eine neue Studie aus den USA hin.
buzz canna bees

Foto: Patrick Pleul / dpa; Bearbeitung: jetzt

Cannabiskonsum wirkt auf manche Menschen entspannend. Diese Forschungsergebnisse über Cannabis und Bienen könnten Artenschützer*innen auch entspannen: Eine neue Studie der Cornell Universität im Staat New York stärkt die Hypothese, dass Bienen auf Hanf fliegen. Damit stützt die im Journal „Environmental Entomology“ veröffentlichte Studie die Ergebnisse einer ähnlichen Untersuchung der Universität von Colorado aus dem Jahr 2019. Laut der Studie aus Cornell gilt dies für 16 verschiedene Bienenarten.

Die Wissenschaftler*innen haben festgestellt, dass Bienen ein Faible für Hanfpflanzen haben. Warum sie die Bienen anlocken, ist noch unbekannt. Denn: Hanfpflanzen produzieren weder süßen Nektar, noch haben sie bunte Farben, die andere Insekten anziehen. Was man weiß: Je größer die Pflanze, desto mehr Bienen interessieren sich für die Pollen. Die Bienen werden davon nicht high, weil sie keine Rezeptoren für Cannabinoide haben. Am beliebtesten bei den kleinen Insekten sind die männlichen Cannabispflanzen, nicht die blühenden weiblichen, die in mancher Leute Bong wandern. 

Aufgrund von Pestiziden, der Zerstörung ihres Lebensraums und der Klimaerhitzung ging der Bienenstand in den vergangenen zehn Jahren um 41 Prozent zurück. Hanfpflanzen allerdings sind nicht vielen Düngemitteln ausgesetzt und brauchen nicht viel Wasser, um zu wachsen. Sie könnten also helfen, die Bienen zu retten. Das wäre wichtig, denn ohne Bienen kein Leben: Sie bestäuben zwei Drittel unserer Pflanzen, ohne sie wären die Gemüseregale leer. Jetzt wo man weiß, dass Bienen auf Cannabis anspringen, könnten sich Wege öffnen, um dem Bienensterben etwas entgegenzusetzen.

ckun

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