Perfektionismus ist am Ende auch nur die Angst vor Misserfolg

... und was wir sonst noch verstanden haben.
Aus der jetzt-Redaktion
cover wir haben verstanden collage daniela rudolf

Collage: Daniela Rudolf

Sonntag

  • Alte Freund*innen prägen eine alte Stadt maßgelblich mit.
  • Es ist erleichternd, wenn Lieblingsbars (vorerst zumindest) durch die Pandemie gekommen sind.
  • Einen Knopf anzunähen dauert fünf Minuten – trotzdem schiebt man es oft monatelang vor sich her.

Samstag

  • Erst bei der Hochzeitsplanung wird es zur Last, viele Freund*innen zu haben.
  • Echte Dankbarkeit dafür zu empfinden, dass man gut behandelt wird, bedeutet meistens, dass man schon mal überhaupt nicht gut behandelt wurde.
  • Wer in der Kindheit immer ungezügelt naschen durfte, kann es auch später kaum lassen
  • Was potenziell wahnsinnig macht: Wenn der neue Freund deiner Ex keine Social-Media-Accounts hat – und damit quasi unstalkbar ist.

Freitag

  • Alle Menschen lieben Enten-Babys.
  • Es ist wichtig, eine Seife daheim zu haben, deren Geruch man wirklich mag.
  • Man sollte sich bei Diskussionen häufiger mal an Sokrates halten: Einfach sehr viele Fragen stellen, bis die andere Person von selbst zur Erkenntnis gelangt.
  • Perfektionismus ist am Ende auch nur die Angst vor Misserfolg.

Donnerstag

  • Wenn alle Nachbar*innen die eigenen Balkonblumen sehen können, steigt der soziale Druck, diese am Leben zu erhalten.
  • Man kann auch auf dem Sofa effektiv arbeiten.
  • Für wie spießig man ein Restaurant einschätzt, liegt immer auch daran, ob man am Telefon einen Tisch auf den Vor- oder Nachnamen reserviert.
  • Wenn du dein Mittagessen kochst, während du eigentlich noch frühstückst, kann das böse enden: Knoblauch im Müsli ist wirklich ungeil.

Mittwoch

  • Sehr vergiftetes Kompliment: Zu einer Person, die Maske trägt, „Steht dir!“ sagen.
  • Die eigene Wohnung wirkt plötzlich ganz leer, wenn mehrtägiger Besuch wieder abgereist ist.
  • Müsli schmeckt wirklich zu jeder Tages- und Nachtzeit.
  • Die günstigsten und schönsten WG-Zimmer sind immer entweder in WGs von Nudisten, 50-jährigen Veganern oder Burschenschaftlern.

Dienstag

  • Dass man sich für Freibäder jetzt Tage zuvor online anmelden muss, ist ziemlich traurig, weil das Wetter am Tag der Reservierung zwangsläufig großer Mist ist.
  • Wenn einem ein Thema besonders wichtig ist, argumentiert man immer am schlechtesten.
  • Schöne To-Do-Blöcke erleichtern den Arbeitstag zumindest minimal.
  • Mit dem Marmeladenbrot ist es wie mit technischen Defekten. Das Malheur passiert immer zur falschen Zeit.

Montag

  • In Baumärkten können auch Menschen viel Geld ausgeben, die handwerklich sehr unbegabt sind.
  • Der Sonntag fühlt sich anders an, wenn man weiß, dass man am Montag nach langer Zeit mal wieder zum Arbeiten ins Büro fährt.
  • Im Home-Office steigt der Kaffeekonsum signifikant an.
  • Im Sommer muss man nur einen Abend lang das Fenster auflassen, dann wird das eigene Zimmer zum Insektenhotel. 
  • teilen
  • schließen