Ausmisten befreit auch im Kopf

... und was wir sonst noch verstanden haben.
Aus der jetzt-Redaktion
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Collage: Daniela Rudolf

Sonntag

  • Erwachsenwerden heißt im Zweifelsfall auch, plötzlich für die eigenen Eltern verantwortlich zu sein. 
  • Dass man sich liebt, heißt nicht automatisch, dass man sich auch guttut.
  • Stauraum ist das Wichtigste an der Wohnungseinrichtung – zumindest, wenn man als Normalverdiener*in in München zur Miete wohnt.
  • Die ewige Suche nach Parkplätzen schreckt viele mehr vom Autofahren ab als die Sorge um die Umweltbelastung.
  • Ausmisten befreit auch im Kopf.

Samstag

  • Ein Rad ohne Schutzblech sieht zwar oft gut aus, hat aber gravierende Nachteile bei Regen.
  • Deutsche an italienischen Campingplätzen machen oft auch Urlaub von der heimischen Maskenpflicht (auch wenn sie in Italien auch gilt).
  • Die gleichen Deutschen sind dort aber stets bereit, Menschen zu ermahnen, die beim Abspülen das Wasser zu lange laufen lassen.
  • Es gibt Medaillen für mutige Tiere.

 

Freitag

  • Leute, die unter Texte kommentieren „Ihr tut echt alles für Klicks“, haben meist eine sehr falsche Vorstellung davon, was Klicks bringt. 
  • Eine fünfstündige Zugfahrt geht mit guten Freund*innen sehr viel schneller vorbei.
  • Es ist sehr irritierend, wenn man in seinem Insta-Feed auf einmal seine alte Kieferorthopädin sieht, die ein Video mit den Worten „eigentlich war ich nie politisch, aber…” beginnt.
  • Trauermücken sind die nervigen Cousinen von Fruchtfliegen.

Donnerstag

  • Es gibt Menschen, die haben immer einen Regenschirm. Und solche, die hatten mal einen, aber dann haben sie ihn verloren. 
  • Für Morgenmuffel ist ein Lichtwecker ein echter Lifechanger.
  • Man sollte öfter mit Freund*innen verreisen, auch wenn man älter ist. Fühlt sich dann immer ein bisschen wie Klassenfahrt an.
  • Teil von modernen Beziehungen ist, dass man in der Wohnung mit dem*r Partner*in spricht, bis man merkt, dass er*sie Kopfhörer auf und kein Wort gehört hat.

Mittwoch

  • Arzttermine beim Hausarzt zu kriegen ist derzeit quasi unmöglich. Bei Spezialinski-Ärzt*innen geht es hingegen so schnell wie noch nie.
  • Spätestens ab Ende September ist man immer entweder zu warm oder zu kalt angezogen.
  • Man kann als Münchnerin gerade in Luxemburg einreisen, nicht aber in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Ein Abendessen kann auch aus Tortilla Chips und Reibekäse bestehen. 

Dienstag

  • Mit einer Decke schlafen, bei der die Knöpfe oben sind, fühlt sich mehr als falsch an.
  • Wir wissen genau, dass es passieren wird und wundern uns trotzdem jedes Jahr aufs Neue, wenn es schon im September Lebkuchen gibt.
  • Das beste, was man sagen kann, wenn einem die Oma einen Fuffi zusteckt, man ihn eigentlich höflich ablehnen müsste, aber man das Geld schon dringend braucht, ist: „Ich spar mir das ‚Ach das ist doch nicht nötig‘ sage, ‚Danke‘ und gut ist!“
  • Je länger die Pandemie anhält, desto schlampiger wird man mit dem Waschen/Bügeln der Masken.

Montag

  • Die Frage, ob man ein Hunde- oder Katzenmensch ist, sagt mehr über eine Person aus als ihr Sternzeichen.
  • Für schöne Sonnenaufgänge lohnt sich frühes Aufstehen immer.
  • Abschiedsschmerz kann man auch für Masken empfinden, die man nach einem halben Jahr gerade irgendwo verloren hat.
  • Wenig ist gerade erleichternder als ein negativer Corona-Test.
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