Es ist okay zu sagen, dass einen die derzeitige Situation deprimiert

... und was wir sonst noch verstanden haben.
Aus der jetzt-Redaktion
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Collage: Daniela Rudolf

Samstag

  • Der Gedanke „Ich hab ja noch Zeit“ bringt einen grundsätzlich in Zeitnot.
  • „Prio“ gehört zu den Wörtern, die man furchtbar findet, aber trotzdem früher oder später sagt, wenn man arbeitet.
  • Es hat noch nie so gutgetan, den Herbst zu zelebrieren, wie dieses Jahr.

Freitag

  • Es ist okay zu sagen, dass einen die derzeitige Situation deprimiert. Egal wie privilegiert man ist.
  • Mit Rückenschmerzen fühlt man sich gleich 20 Jahre älter.
  • Virtuelle Kneipenabende sind jetzt wieder eine echte Option.
  • Mandarinen sind das unberechenbarste Obst.

Donnerstag

  • Die Pandemie ist noch anstrengender, wenn das soziale Netzwerk in ganz Deutschland verteilt lebt.
  • Das Leben ist einfacher, wenn einem die eigene Laune nicht direkt ins Gesicht geschrieben steht.
  • Die letzten Wespen des Jahres leben in der Kuchen-Auslage des Bäckers.
  • Der Ausblick auf die kommenden Monate ist vor allem: frustrierend.

Mittwoch

  • Man sollte nicht weniger als 5 Sekunden und nicht mehr als 30 Minuten mit der Suche nach dem richtigen Emoji verbringen.
  • Uns steht ein verdammt harter Winter bevor. 
  • Wasser in Glasflaschen ist toll, bis man das Pfand zurückbringen muss. 
  • Radfahren ist viel anstrengender, wenn das Wetter schlecht ist.

Dienstag

  • Nach sieben Monaten Homeoffice ist spätestens der Zeitpunkt erreicht, an dem sich der Rücken nach einem guten Bürostuhl sehnt.
  • Haushalt machen ist die sinnvollste Art zu prokrastinieren.
  • Mit einer Strumpfhose lässt sich auch das Lieblingssommerkleid im Herbst und Winter noch tragen.
  • Es gibt einen feinen Unterschied zwischen der altbekannten Herbstfärbung und verwelkten Blättern, die neuerdings wegen der Trockenheit von den Ästen fallen. 

Montag

  • Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Mund-Nasen-Maske mit Kunstfell Trend ist.
  • Für die Überstunden des Partners oder der Partnerin hat man immer viel weniger Verständnis als für die eigenen.
  • Quarantäne macht in einer Erdgeschosswohnung mehr Spaß, weil man sich ab und an mit Menschen durchs Fenster unterhalten kann, ohne Schreien zu müssen.
  • Der schönste Moment beim Ausmisten, ist der, in dem man die Kiste mit alten Fotos findet und dann stundenlang auf dem Boden sitzt und in Erinnerungen schwelgt.
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