Als Kind freut man sich darüber, Geschenke zu bekommen. Als Erwachsener freut man sich eher darüber, Geschenke zu machen

Collage: Daniela Rudolf

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Samstag

  • Sehr schön ist der Moment, wenn man in der Schlange an der Supermarktkasse vorgelassen wird. Noch schöner: Wenn man selbst jemanden vorlässt und demjenigen damit eine Freude machen kann. 
  • Eine verlässliche Quelle für das Näherrücken von Weihnachten ist das Fernsehprogramm. Während das ganze restliche Jahr über nur Schrott läuft, kommen um Weihnachten rum so viele gute Filme, dass man sich nicht entscheiden kann, was man ansehen soll.
  • Wenn man am 24. noch gestresst herumläuft, um Geschenke zu besorgen, sollte man nicht in Selbstmitleid versinken, sondern den Menschen an der Kasse, den U-Bahn-Fahrern und allen, die das Unmögliche möglich machen, dankbar sein.

Freitag

  • Als Kind freut man sich darüber, Geschenke zu bekommen. Als Erwachsener freut man sich eher darüber, anderen Geschenke zu machen.
  • Eine der schlimmsten Qualen: Die eigene Stimme auf Band hören zu müssen.
  • Geht man nach den Teesorten, die es so zu kaufen gibt, wird Kuchen nicht mehr gegessen, sondern getrunken.
  • Niemand kennt jemanden, der jemals einen der Gewinne bei Mc Donalds Monopoly abgestaubt hat.
  • Und Jesus sprach: "Kehret heim in eure Dörfer und löset die IT Probleme eurer Eltern". (Verstanden von Twitteruser MobiTigger)

Donnerstag

  • Man sollte ein Kino immer nach der Qualität des Popcorns auswählen. Die Filme sind mehr oder weniger überall die gleichen, beim Popcorn gibt es aber große Unterschiede.
  • Freiheit ist, am 22. Dezember schon alle Geschenke beisammen zu haben. Für alle, die diese Freiheit nicht haben, gibt es unsere 10 Last-Minute-Weihnachtsgeschenke zum Selbermachen.
  • Wenn man seit Jahren nicht mehr verschlafen hat, ist es richtig schön und erholsam, wenn es mal wieder passiert.
  • Man kann das Weihnachtsfest auch als Chance sehen, seine Kunst-Performance "Rundum gelungener Nachwuchs" zu perfektionieren.
  • Vergisst man gerne: Es nützt Bettlern gar nichts, wenn man an ihnen vorbei geht und so tut als sähe man sie nicht, nur um sich dann zwei Meter weiter in Gedanken zu entschuldigen.

 Mittwoch

  • Der große Nachteil der Facebook-Safety-Funktion ist, dass man sich um die, die sie nicht benutzen, viel mehr Sorgen macht, als wenn es die Funktion gar nicht gäbe.
  • Also wenn tatsächlich ein Flüchtling seine Dokumente am Tatort hat liegen lassen, platzen den Verschwörungstheoretikern noch die Köpfe.
  • Das Gefühl, etwas verloren zu haben, ist nur so schrecklich, damit das Gefühl, etwas wiederzufinden, besonders toll sein kann.
  • Jeder Mensch braucht für besonders schlechte Tage diesen einen, besonders weichen Pullover.
  • Wie nebenbei von alten Männern berührt werden, kann sehr unangenehm sein. Wie nebenbei von alten Frauen berührt werden hingegen sehr schön.

 Dienstag

  • Was Trambahnen und Schulbusse geneinsam haben: der beste Platz ist ganz, ganz hinten.
  • Wer mit einer Outdoor-Dusche in der Hand Trambahn fährt, wird sehr oft angelächelt. 
  • Auf die Neueröffnung eines Geschäfts zu warten, macht leider oft mehr Spaß, als dann in das eröffnete Geschäft reinzugehen.
  • Das Wort "Ausstecherle" ist nicht - wie bislang gedacht - eine familieninterne, dialektbedingte und liebevolle Bezeichnung für eine Plätzchensorte, sondern ein feststehender Begriff mit eigenem Duden-Eintrag.
  • Nach einem Besuch im Second-Hand-Laden weiß man: die 1970er Jahre müssen zu 50 Prozent nach Schweiß und zu 50 Prozent nach Patschuli gerochen haben.

Montag

  • Sommerrollen machen ist das bessere Raclette.
  • Wer eine Heizdecke besitzt, braucht in der kalten Jahreszeit keine Freunde mehr.
  • Die vielleicht einsamste Raststätte in ganz Deutschland befindet sich an der A 95 Richtung Garmisch. 
  • Menschen, die in der Nähe von Bergen aufgewachsen sind, bekommen Gefühle, wenn sie die Berge sehen, die sie Menschen, die nicht in der Nähe von Bergen aufgewachsen sind, nur sehr schlecht erklären können.
  • Weihnachtsplätzchen sind nur geil, weil jeder sie essen will. An Weihnachten selbst kann man sie schon nicht mehr leiden.

Das haben wir in den Wochen davor verstanden:

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