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Das Paar sollte die Regenbogenfahne abhängen.

Foto: dpa

Fahnen hängen viele in der Nachbarschaft von Merle Malterer und Kevin Kollmann in Oak Creek im US-Bundesstaat Wisconsin. Die US-Flagge zum Beispiel. Weniger erwünscht ist offenbar eine Fahne, die für Toleranz und Akzeptanz, Freiheit und Frieden steht, nämlich die Regenbogenfahne, das Symbol der LGBTQ-Community.

Die beiden Männer hatten die Flagge vor ihrem Haus aufgehängt. Doch dann kam Post von der Verwaltung: „Anwohner dürfen das Grundstück ohne ausdrückliche Erlaubnis des Vermieters nicht verändern, neu dekorieren […] oder irgendetwas befestigen, was das Aussehen des Gebäudes grundlegend verändert“, stand in dem Brief. Innerhalb von fünf Tagen sollten die beiden Männer die Flagge abhängen – oder aus ihrem Appartment ausziehen. Kollmann war wütend und „frustriert“, sagte er in einem Interview.

Und er wehrte sich: Auf Facebook machte er seinem Ärger Luft, teilte Fotos der anderen Fahnen in seiner Nachbarschaft. „Auf mich wirkt das wie selektive Schikane“, schreibt er. Zahlreiche Menschen solidarisieren sich mit dem Paar, viele Medien berichten. Und der Druck der Öffentlichkeit zeigt Wirkung – wenige Tage später kommt der zweite Brief: „Wir werden nicht weiter gegen Ihre Flagge vorgehen. Ihre Flagge kann bleiben“, steht darin.

Das zeigt: Es hilft, den Mund aufzumachen, wenn man ungerecht behandelt wird. Und es ist so verdammt wichtig.

soas