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Beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien am 20. März wird es für die Fans erstmals auch Unisex-Toiletten geben.

Foto: dpa

Am vergangenen Wochenende erstrahlten die Volkswagen Arena, das Rathaus und der Wissenschaftscenter „Phaeno“ in Wolfsburg schon in Regenbogenfarben. Das war Teil der Vielfaltswochen, initiiert vom VfL Wolfsburg gemeinsam mit der Stadt. Damit aber nicht genug: Beim Länderspiel der Nationalelf gegen Serbien am 20. März wird es sogar Unisex-Toiletten im Stadion geben. Nimm das, Annegret Kramp-Karrenbauer! Die CDU-Vorsitzende hatte sich beim Stockacher Narrengericht über das dritte Geschlecht lustig gemacht. Im Wolfsburger Stadion sollen sich Stadiongäste zusätzlich aussuchen dürfen, ob sie von einem männlichen, weiblichen oder diversen Ordner kontrolliert werden wollen.

Das hat der „Queer Football Fanclub“, ein europäisches Netzwerk schwuler und lesbischer Fans, gemeinsam mit dem DFB durchgesetzt. Die zwei Neuerungen wurden in einem Workshop zum Thema „Queere Fans im Stadion“ formuliert. Alle Ordner, Ordnerinnen und Volunteers werden für Rückfragen und Feedback zu den Unisex-Toiletten geschult: Sie sollen deutlich machen, dass die Klos von allen genutzt werden können und allen Besuchern mit Respekt und Freundlichkeit begegnen. Auf Nachfrage von jetzt, ob das künftig bei allen Länderspielen so gehandhabt würde, äußerte sich der DFB bisher nicht.

Dieses Jahr organisierte der VfL Wolfsburg zusammen mit der Stadt schon die vierten sogenannten „Vielfaltswochen“. Zum Aktionsspieltag vergangenen Samstag liefen die Wolfsburger in Sondertrikots mit einem regenbogenfarbenen #Vielfalt-Druck auf der Brust auf. Schon seit August 2018 tragen die Spielführer und Spielführerinnen der VfL-Mannschaften aller Altersklassen Regenbogen-Kapitänsbinden.

Wolfsburg zeigt Regenbogenflagge: Das ist im Fußball ein wichtiges Zeichen. Aber: Noch stärker wäre ein Signal des DFBs bei künftigen Länderspielen.

merw