Mit diesen Schildern streiken Frauen am Weltfrauentag

„Die Tatsache, dass ich immer noch auf Männer stehe, zeigt, dass man sich seine Sexualität nicht aussuchen kann.“

Sucht man auf Instagram nach #Weltfrauentag2019, dann tauchen im Feed sehr viele Blumensträuße auf. Ein paar Blümchen zum Weltfrauentag haben heute viele Unternehmen und Politiker, aber auch Partner oder Freunde springen lassen. Nichts gegen Blumen, ist aber der falsche Ansatz. Denn viele Unternehmen gehen immer noch davon aus, die Frauen am Weltfrauentag mit ein bisschen Shopping, Schokolade und einem Sektchen zufriedenstellen zu können.

Dass der Tag auf Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern aufmerksam machen will, haben manche einfach immer noch nicht so richtig verstanden. Deswegen gehen Frauen am 8. März traditionell auf die Straße, um für ihre Rechte zu kämpfen, heute haben außerdem viele Frauen gestreikt. Heute haben zehntausende Menschen in etlichen deutschen Städten demonstriert. Allein in Berlin beteiligten sich mehrere Tausend Menschen an einer Kundgebung auf dem Alexanderplatz. Auch in vielen anderen Städten gab es Aktionen und Demonstrationen. Eines der großen Themen am Frauentag war die politische Teilhabe von Frauen und die Frage, ob es dafür gesetzliche Regelungen braucht. In Berlin war der Frauentag zum ersten Mal ein Feiertag.

Bilder der Aktionen fluten langsam die sozialen Medien – und verdrängen die hübschen Blumen hoffentlich nach und nach. Eine kleine Übersicht.

„Seid froh, dass wir Gleichberechtigung wollen und keine Rache“, schreibt eine Demonstrantin auf ihr Schild.

Auch fürs Klima haben heute wieder viele Menschen demonstriert – und sich dabei auch für die Rechte von Frauen eingesetzt:

Bilder vom Frauenstreik werden ebenfalls vielfach geteilt. Eine Nutzerin schreibt zu ihrem Foto „Ich träume von einer Welt, in der wirkliche Gleichberechtigung vorhanden ist. Eine Welt, in der kein Raum für Diskriminierungen und ungleiche Machtverhältnisse ist. Es geht um Lohngleichheit, aber auch um Umverteilung von Zeit, Macht und Geld. Und es geht um eine Aufwertung der Sorgearbeit und der meist ungesehenen unbezahlten Hausarbeit. Träumen alleine reicht nicht aus, um einen Wandel in den Köpfen und in der Gesellschaft zu erreichen.“

Andere nehmen ihre Kinder mit zum Streik und fordern unter anderem höhere Bezahlung.

Doch es geht auch um Gewalt an Frauen und um die Tatsache, dass diese immer wieder verharmlost wird.

soas