Was du auch nach 25 Jahren nicht über „Friends“ wusstest

... aber über die Serie wissen solltest.
Text von Raphael Weiss, Grafiken von Federico Delfrati

Foto: Reuters; Bearbeitung: jetzt

„So no one told you life was gonna be this waaaaaaay…“ – Wenn du jetzt mental (oder vielleicht sogar physisch) vier Mal in die Hände geklatscht hast, bist du in diesem Artikel genau richtig. Auf den Tag 25 Jahre ist es nun her, dass Rachel Green verheult und im Hochzeitskleid in ein New Yorker Café namens Central Perk stürmte, auf der Suche nach ihrer Schulfreundin Monica Geller.

So hölzern die ersten Minuten von „Friends“ im Rückblick auch wirken, sie waren der Start für eine der erfolgreichsten Serien aller Zeiten. Zum Jubiläum haben wir hier ein paar Funfacts aufbereitet, von denen wir hoffen, dass du sie noch nicht kennst:

1. Bei „Friends“ fallen mehr Gags pro Minute als bei „Southpark“

Infografik: Federico Delfrati

„Friends“ wurde vor einem realen Publikum gedreht. Nur besonders entscheidende Szenen wurden nicht vor Zuschauern gespielt, um mögliche Spoiler zu verhindern. Wenn du also in der Serie Lacher hörst, sind die meistens echt. Das kommt ziemlich häufig vor, wie The Atlantic herausgefunden hat. Denn mit 6,06 Gags pro Minute hat „Friends“ einen sehr hohen Witz-Koeffizient im Vergleich zu anderen Comedy-Serien.

2. Die am besten bewertete Staffel ist die letzte

Die meisten Serien werden mit der Zeit immer schlechter. „Friends“ hat aber offenbar rechtzeitig den Absprung geschafft. Auch weil sich Teile der Crew, allen voran Jennifer Aniston, gegen eine Fortsetzung aussprachen, um einen schleichenden Abstieg zu verhindern. Dass das gelungen ist, zeigen auch die imdb-Bewertungen, laut denen die letzte Staffel sogar die beste von allen ist.

3. Die Schauspieler*innen verhandelten fair über ihr Gehalt – und verdienten ein Vermögen

Infografik: Federico Delfrati

„Friends“ war von Anfang an als Ensemble-Serie geplant. Jede*r der sechs Hauptdarsteller*innen sollte eine gleich wichtige Rolle bekommen. Nachdem die Produzierenden den Cast beisammen hatten, schickten sie Jennifer Aniston, Courteney Cox, Matthew Perry, Lisa Kudrow, David Schwimmer und Matt LeBlanc auf einen gemeinsamen Trip nach Las Vegas, wo sie sich besser kennenlernen und als Team zusammenwachsen sollten. Da scheint recht gut funktioniert zu haben, denn ab der dritten Staffel verhandelten die Schauspieler*innen nur noch als Team über ihr Gehalt. Das bedeutete, dass jede*r gleich viel Geld bekam. Die Gage der Schauspieler*innen wuchs mit steigendem Erfolg der Sendung immer weiter. Aniston, Cox und Kudrow wurden zu den bestbezahltesten Seriendarstellerinnen aller Zeiten. Die Darsteller*innen handelten sogar eine zweiprozentige Beteiligung am Umsatz heraus, was ihnen bis heute etwa 20 Millionen Dollar pro Jahr einbringt.

4. Diese Folge hatte in den USA die höchsten Einschaltquoten

Mittlerweile hat wohl fast jeder Mensch, der älter als 20 ist, „Friends“ gesehen. Viele davon nicht nur einmal. Das liegt auch daran, dass Netflix sich 2017 die Streaming-Rechte für die Serie gesichert hat. Die laufen allerdings Ende 2019 aus. Im vergangenen Jahr drohte dieses Horrorszenario schon einmal. Damals gelang es den Fans, den Streamingdienst durch zahlreiche Unterschriften-Listen und Facebookgruppen zum Umdenken zu bewegen. Doch dieses Mal scheint es wohl keinen Ausweg zu geben. Es heißt, die Serie solle das Zugpferd einer neuen Streaming-Plattform von HBO werden. Das ist zwar sehr ungewöhnlich für eine 25 Jahre alte Serie – doch „Friends“ ist einfach sehr beliebt. Und auch, während „Friends“ noch regulär im Fernsehen lief, war die Serie ein Zuschauermagnet. Bei den beliebtesten Folgen „The One After The Superbowl“ und „The Last One“ schalteten in den USA mehr als 50 Millionen Menschen gleichzeitig ein.

5. Die zehn häufigsten Nebendarsteller*innen waren nicht die bekanntesten

Foto: OBS, Reuters, AP, dpa, afp; Bearbeitung: jetzt

Brad Pitt, Julia Roberts, Alec Baldwin, Reese Witherspoon. „Friends“ hatte wahnsinnig viele Gastauftritte. Bruce Willis trat gleich zwei Mal auf und musste seine Gage an gemeinnützige Organisationen spenden, weil er eine Wette mit Matthew Perry verloren hatte. Bei den Dreharbeiten zu „Keine halben Sachen“ hatte Willis nämlich dagegen gewettet, als Perry prophezeite, dass der Film auf Platz Eins der Kinocharts landen würde. Doch abseits der ganz prominenten Namen gab es viele weniger bekannte Schauspieler*innen, die die Serie über die Jahre begleiteten. Während die sechs Hauptdarsteller*innen in jeder einzelnen der 236 Folgen auftraten, sind die meisten Nebendarsteller*innen nur in einem Bruchteil der Episoden zu sehen. 

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