Das ist Zendaya, die Emmy-Geschichte geschrieben hat

Sie ist die jüngste Gewinnerin in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“ und erst die zweite Schwarze Frau, die jemals mit einem Emmy ausgezeichnet wurde.
Von Franziska Setare Koohestani
zendaya

Foto: Chris Delmas / AFP

Das ist … 

… die US-amerikanische Schauspielerin Zendaya. Mit vollem Namen: Zendaya Maree Stoermer Coleman. Mit 24 Jahren ist sie die jüngste Emmy-Gewinnerin aller Zeiten, die in der Kategorie Beste weibliche Hauptrolle ausgezeichnet wurde. Oder wie Moderator Jimmy Kimmel es bei der Verleihung ausdrückte: „Sie ist jünger als Baby Yoda und hat schon einen Emmy gewonnen.“ Zendaya hat sich unter anderem gegen die etablierten Kolleginnen Jennifer Aniston (bekannt aus „Friends“) und Sandra Oh (bekannt aus „Grey’s Anatomy“) durchgesetzt. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Hauptrolle in der düsteren Jugendserie „Euphoria“. Darin geht es um die drogensüchtige und depressive Rue, die sich nach ihrem Entzug mit einer neuen Schülerin anfreundet.  

72nd Emmy Awards: Zendaya Wins for Outstanding Lead Actress in a Drama Series

Außerdem ist Zendaya erst die zweite Schwarze Frau, die jemals einen Emmy gewonnen hat – Die erste war Viola Davis im Jahr 2015 für ihre Rolle in „How to get away with murder“. In ihrer Dankesrede erklärte Zendaya ihre Hoffnung auf Veränderung. Sie sei inspiriert von all den jungen Menschen, die die Welt verbessern wollen: „Ich sehe euch, ich verehre euch, ich danke euch!“, sagte sie. Zendaya selbst engagiert sich für die Black-Lives-Matter-Bewegung – überließ beispielsweise der BLM-Mitbegründerin Patrisse Cullors eine Zeit lang ihren Instagram-Account. In einem Interview im Juli erklärte sie, ihr  „ultimatives Ziel“ sei es, langfristig mehr Möglichkeiten für Schwarze Menschen in der Unterhaltungsbranche zu schaffen. 

Die kann …

… nicht nur schauspielern, sondern auch singen und tanzen. Letzteres hat sie beispielsweise im Jahr 2013 bei der Show „Dancing with the Stars“ (dem US-amerikanischen Pendant zu  „Let's Dance“) gezeigt. Da ertanzte sich die damals 16-Jährige gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Valentin Chmerkovskiy den zweiten Platz. Im selben Jahr veröffentlichte Zendaya außerdem ihr Debütalbum – benannt nach sich selbst: Zendaya, was übrigens „Danke sagen“ auf Shona bedeutet, einer Sprache, die man in Simbabwe und Mosambik spricht.

Die kommt …

… vom Disney Channel! Da hat Zendaya mit 14 Jahren ihre Karriere begonnen: in der Sitcom „Shake It Up – Tanzen ist alles“. Aufgewachsen ist Zendaya in Oakland, Kalifornien, mit fünf Halbgeschwistern. Ihre Liebe für das Show-Business entdeckte Zendaya schon als Kind im Theater. Dahin nahm ihre Mutter, die dort als Hausmeisterin arbeitete, sie regelmäßig mit. Der Hollywood-Durchbruch kam für Zendaya aber vor allem durch ihre Rolle als Michelle im Marvel-Superhelden-Film „Spider-Man Homecoming“ im Jahr 2017. 

Die geht …

… sicherlich bald wählen. In ihrer Twitter-Bio ruft Zendaya dazu auf, sich für die US-Wahlen im Herbst registrieren zu lassen. Außerdem wird Zendaya bald die zweite Staffel der Serie „Euphoria“ drehen. Das Drehbuch steht schon, wegen der Corona-Pandemie haben sich die Dreharbeiten am Set jedoch verzögert. Allerdings sind derzeit schon Brücken-Episoden geplant, um die Fans bis zum Start der neuen Staffel zu vertrösten.

Daraus lernen wir …

... dass nicht nur die Oscars so white waren, sondern auch in der hochrangigen US-amerikanischen Fernsehpreis-Liga bislang vor allem weiße Schauspieler*innen nominiert und ausgezeichnet wurden. Aber wir lernen auch: Langsam verändert sich etwas – in Richtung Diversität. 

Nur Google weiß …

... dass Zendaya auch schon in zwei bekannten Musikvideos mitgespielt hat: In Béyonces  „Lemonade“ und Taylor Swifts „Bad Blood“. Ach, und Google – genau genommen: Instagram – weiß auch, dass es mittlerweile auch schon eine Zendaya-inspirierte Barbie gibt.

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