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„Game of Thrones“-Orakel: Wie geht's weiter in Westeros?

Screenshot: Youtube/GameofThrones Bearbeitung: jetzt

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Der Winter ist da – die finale Staffel von „Game of Thrones“ hat begonnen. Jede Woche wage ich deshalb in verschiedenen Kategorien einen Ausblick auf die kommende Folge. Ich mutmaße, was die Ereignisse der vorausgegangenen Folge für die Zukunft bedeuten könnten – und spekuliere, wer als nächstes sterben könnte. Diesmal schauen

wir uns die Staffel-Premiere an: „Winterfell“.

 

„Winterfell“ in drei Tweets:

Eins macht der Trailer direkt klar: Für Jamie sieht es nach seiner Ankunft in Winterfell nicht gut aus. Hier warten nämlich nicht nur die überlebenden Starks auf ihn, sondern auch Daenerys. Ihren Vater, den irren König Aerys Targaryen, hat Jamie noch vor Serienbeginn umgebracht und sich so den Spitznamen „Kingslayer“ eingehandelt. Daenerys versteht inzwischen, dass ihr Vater ein schlechter Mensch war. Wie sie auf ein Zusammentreffen mit seinem Mörder reagiert, ist dennoch ungewiss.

Gut möglich, dass Jamie die Zeit zur Hilfe kommt – der Trailer verrät nämlich auch, dass die Armee des Night King auf dem Vormarsch ist. Die große Schlacht naht. Vielleicht beginnt sie sogar schon am Ende der nächsten Folge.

Meine Wünsche für die nächste Folge:

Jamie muss leben – das steht fest! Ich bin aber auch ziemlich sicher, dass das passieren wird. Schließlich hat er noch Tyrion als Fürsprecher in Winterfell. Der hat mit seiner silbernen Zunge schon viel brenzligere Situationen entschärft.

Ich hätte übrigens nichts dagegen, wenn stattdessen Euron Grejoy stirbt. Jetzt, wo er Cersei die versprochene Armee geliefert hat (wenn auch ohne Elefanten), braucht sie den schmierigen Psycho doch eigentlich nicht mehr. Dass sie nicht ernsthaft vorhat ihn zu heiraten, ist offensichtlich. Kein Wunder: Euron ist wohl die uninteressanteste und eindimensionalste Figur, die mir in „Game of Thrones“ bisher begegnet ist. Wenn es mir schon schwerfällt, ihn zu ertragen, kann es Cersei wohl kaum besser gehen. In diesem Sinne: Alles raus, was keine Miete zahlt.

Der Schocker der Folge – und was er bedeutet:

Kaum haben die Nordleute Jon zu ihrem König gekrönt, kommt plötzlich eine neue Targaryen-Königin um die Ecke. Dass Daenerys in Winterfell nicht mit offenen Armen begrüßt werden würde, war klar. Sie hat aber auch ihre Fürsprecher – allen voran Jon, der ihr treu ergeben ist.

Auch Sam scheint gewillt, die neue Königin zu akzeptieren – bis die ihm eröffnet, dass sie für den Tod seiner Familie verantwortlich ist. Obwohl Sam nie die beste Beziehung zu seiner Familie hatte, ist diese Nachricht ein Schock für ihn. Das ist auch der Moment, in dem er sich gegen Daenerys entscheidet. Kurz darauf verrät er Jon die Wahrheit über seine Herkunft: Jon ist kein Bastard; er ist der Sohn von Rhaegar Targaryen und damit der rechtmäßige Erbe des Eisernen Throns. Genau da will Sam seinen Freund nun auch sehen – anstelle von Daenerys.

Jon sitzt jetzt zwischen allen Stühlen. Egal, wofür er sich entscheidet – er wird damit entweder die eine oder die andere Seite verraten.

Valar morghulis – Wer stirbt als nächstes?

Wenn wir dem Trailer zur neuen Folge glauben dürfen, hält die Ruhe vor dem Sturm noch etwas an. Trotzdem würde ich mich im Hinblick auf die kommende Schlacht schon mal von Sam und Bran verabschieden. Beide sind wenig kampferprobt und dürften schlechte Karten haben, wenn der Night King Winterfell erreicht. Außerdem haben sie inzwischen wohl alles zur Handlung beigetragen, was sie beitragen können. Ihre Geschichte ist auserzählt. Auch Euron Greyjoy ist aus den oben genannten Gründen definitiv ein Todeskandidat.

Beliebte Theorien – und was sie bedeuten:

  • A + G  = Traumpaar? In der letzten Folgen haben Arya und Gendry kräftig geflirtet und damit so einige Fans in Aufregung versetzt. Wenn da was geht, würde der verstorbene König Robert doch noch seinen Willen kriegen: Der wollte die Häuser Stark und Baratheon nämlich schon in der ersten Staffel vereinen. Damals waren Sansa und Roberts Sohn Joffrey die Heiratskandidaten. Es hätte eine gewisse poetische Gerechtigkeit, wenn diese Verbindung durch Arya und Roberts unehelichen Sohn Gendry nun doch noch zustande käme. Diese Theorie ist plausibel.
  • Einige Zuschauer fragen sich inzwischen: Kennt Bran die Zukunft? Dass er durch die Zeit reisen kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Bisher hat er nur über Vergangenes gesprochen, aber es scheint, als wüsste er auch einiges über die Zukunft. In „Winterfell“ erwartet er zum Beispiel Jamies Ankunft. Bran wirkte in der letzten Staffel oft kalt, gleichgültig, sogar abweisend. Viele Fans führten das auf seine neue Position als Dreiäugiger Rabe zurück. Genauso gut könnte es aber sein, dass Bran mit dieser Welt schon abgeschlossen hat, weil er die Zukunft gesehen hat und weiß, dass er den Krieg nicht überleben wird. Das wäre tragisch, klingt aber leider auch ziemlich plausibel.  
  • Welches Spiel treibt Tyrion? Diese Frage stellt sich nach der letzten Folge nicht nur Sansa. Tyrion scheint ehrlich überzeugt zu sein, dass Cersei ihre Armeen nach Winterfell entsenden wird, um gegen das Heer der Toten zu kämpfen. Wir, die Zuschauer, wissen, dass sie das nicht vorhat. Tyrion wird die Wahrheit wohl in der nächsten Folge von Jamie erfahren. Aber warum ist er sich überhaupt so sicher? Gab es in der letzten Staffel in King's Landing eine geheime Absprache zwischen Tyrion und Cersei? Einen anderen Grund für Tyrions Vertrauen in seine intrigante Schwester kann es eigentlich nicht geben. Diese Theorie ist sehr plausibel. Vielleicht wissen wir ja nach der nächsten Folge schon mehr.
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