Nicolas Cage spielt Joe Exotic

Der Herr der Memes als exzentrischer „Tiger King“. Das Internet feiert das – zum Teil.
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Screenshot: Twitter @MissDebsville

Im Frühjahr gab es dank der Netflix-Dokumentation „Tiger King“ eine unverhoffte Ablenkung: Ab dem 20. März war trotz aller Dringlichkeit die Corona-Krise zumindest in den sozialen Netzwerken auf einmal nur noch Thema Nummer zwei. Die Serie über den ehemaligen Raubkatzen-Tierpark-Besitzer, der im Gefängnis sitzt, weil er unter anderem einen Mord in Auftrag gegeben haben soll, soll allein in den ersten zehn Tagen über 34 Millionen Mal angeschaut worden sein. Das Internet explodierte: Challenges, Memes, Gifs, Diskussionen – wo eine Raubkatze und ein Vokuhila drin waren, wurde auch draufgeklickt. 

Und noch während die meisten Konsument*innen der Serie versuchten, all die Unfassbarkeiten, die ihnen in der Welt des Joe Exotic begegnet waren, zu verarbeiten, waren andere schon beim nächsten Schritt: Wer wäre geeignet, um die obskure Gestalt des Joe Exotic, dessen echter Name Joseph Allen Maldonado-Passage ist, in einer Verfilmung zu verkörpern? Diese Frage hat nun eine offizielle Antwort: Nicolas Cage, Herr der Memes, hat die Rolle angenommen. 

Dass der Oscar-Gewinner Cage dafür ausgesucht worden ist, scheint nicht ganz unpassend, bedenkt man, dass seine Schauspielkunst oft genug als irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn liegend beschrieben wurde – und man auch beim Genuss von „Tiger King“ oft genug an Wahnsinn denken musste. Zuerst berichtete Variety über diese Breaking News. 

Auch bei der Verfilmung soll es sich um eine Serie handeln, allerdings nicht auf der Netflix-Doku basierend, sondern auf einem Artikel des Journalisten Leif Reigstad, der 2019 im US-Magazin Texas Monthly erschienen war. Inhaltlich gibt es da durchaus Überschneidungen. Allerdings konzentriert sich der Artikel Variety zufolge stärker auf den Aspekt, dass Joe Exotic sich langsam in der Karikatur seiner selbst verliert, die er selber geschaffen hatte. 

Dass die Nachricht, dass der 56-jährige Cage die obskure Gestalt des Joe Exotic darstellen wird, einige Gemüter in den sozialen Medien erhitzen würde, war klar. Und viele können es praktisch nicht erwarten, wie das dann aussehen wird.

Die Regisseure der bereits erschienenen Tiger-King-Doku hatten Anfang April in einem Interview mit dem Magazin Hollywood Reporter erzählt, dass Joe Exotic im Gespräch mit ihnen im Vorhinein auch schon ein paar Schauspieler-Optionen genannt habe, die er als passend ansehen würde: Brad Pitt oder Comedian David Spade, den man etwa aus den Kindsköpfe-Filmen kennt. Und gerade Letzteren hätten auch einige Twitter-User*innen aufgrund der augenscheinlichen Ähnlichkeit gerne in einer Verfilmung  gesehen:

Die achtteilige CBS-Serie soll von Dan Lagana geschrieben und umgesetzt werden, der auch hinter Serien-Hits wie „American Vandal“ und „Deadbeat“ steckt. Das ist aber nicht die einzige „Tiger-King“-Verfilmung von der man bisher weiß: Schon Ende des vergangenen Jahres wurde eine Serie angekündigt, die auf dem Wondery Podcast „Joe Exotic“ basieren soll und in der ausgerechnet Comedy-Star Kate McKinnon die Gegnerin Carol Baskin spielen soll. Viel ist über dieses Projekt allerdings noch nicht bekannt, zuletzt hieß es, dass die Macher*innen immer noch nach einer Drehbuchautorin oder einem Drehbuchautor suchen.

mpu

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