Mac Millers posthumes Album bewegt Tausende Fans

Denn „Circles“ lässt erahnen, wie es dem Rapper vor seinem Tod ging.

Mac Miller starb 2018 an einer Mischung aus Alkohol, Drogen und Schmerzmitteln. Nun erschien sein posthumes Album „Circles“.

Foto: dpa/Owen Sweeney

Alben, die erst nach dem Tod eines Künstlers erscheinen, hören wir vermutlich alle ein bisschen anders an. Jede Zeile wiegt etwas schwerer, wir lauschen Worten und Melodie konzentriert. Denn sie könnten uns erahnen lassen, was wirklich in dem Menschen dahinter vorging, der es nun nicht mehr selbst erzählen kann. Genau so geht es offenbar gerade auch Mac Millers Fans. Am gestrigen Freitag ist das erste posthume und wohl emotionalste Album des US-amerikanischen Rappers erschienen: „Circles“. 

Mac Miller, der eigentlich Malcolm James McCormick hieß, war im September 2018 an einer Mischung aus Alkohol und anderen Drogen sowie Schmerzmitteln gestorben. Er wurde 26 Jahre alt. Nun lautet die erste Zeile in Circles: „Well this is what it looks like, right before you fall.“ Das Album enthält kaum klassische Rap-Tracks, dafür viele Blues-Elemente.

In einem Statement, das die Veröffentlichung von Circles angekündigt hatte, schrieb seine Familie dazu: „Das hier ist ein sehr komplizierter Prozess, bei dem es keine richtigen Antworten gibt. Keinen klaren Weg. Wir wissen nur, dass es Malcom wichtig war, dass die Welt es hört.“ Und offenbar ist es der Welt ebenfalls wichtig, das Album zu hören: Hunderte Fans twitterten seit Freitag unter dem Hashtag #MacMillerCircles. Viele feiern den Musiker dabei für sein Talent und weisen auf Textstellen hin, die sie für besonders bedeutungsvoll halten. Dutzende schrieben, dass sie das Album zu Tränen rühre.

Wie genau sie dabei hinhören, zeigt auch die Entdeckung, die viele Twitter-Nutzer*innen machten: Beim Track „I Can See“ hörten sie Ariana Grandes sehr leise Stimme im Hintergrund heraus. Mit der Sängerin war Mac Miller im Jahr 2016 zusammengekommen, wenige Monate vor dem Tod des Rappers hatten sie sich getrennt. 

Viele schreiben zudem, Mac Millers (voraussichtlich) letztes Album ermögliche es ihnen, endlich abzuschließen. Es sei, anders als viele andere posthume Alben, noch besser geworden als erwartet: die perfekte Erinnerung an einen Künstler, der auch nach seinem Tod noch Tausende bewegt.

lath

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