Der Mbappé kann sich auch ruhig mal selbst applaudieren, finden wir.

Der Mbappé kann sich auch ruhig mal selbst applaudieren, finden wir.

Foto: Laurence Griffiths / Getty Images

Seit diesem Wochenende hat die Fußball-WM 2018 ihren ersten Helden: Der 19-jährige Franzose Kylian Mbappé schoss beim 4:3 gegen Argentinien zwei Tore und rannte dabei so schnell wie kein anderer auf dem Platz. Er ist aber nicht nur ein guter Fußballer, sondern anscheinend auch ein sehr sozialer Mensch, was sein Helden-Potenzial noch steigert. Die französische Sportzeitung L’Équipe berichtete am Freitag, dass Mbappé angekündigt hat, seine WM-Prämien zu spenden.

Pro Einsatz bei der WM bekommt Mbappé 20.000 Euro, bei Erreichen des Finales oder gar dem Gewinn des Titels erhält er noch einmal zusätzliche Prämien. Das Geld soll unter anderem an die Organisation „Premiers de Cordées“ gehen, die Sportprogramme für Kinder im Krankenhaus anbietet und Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen zum Thema „Menschen mit Behinderung“ in Schulen und Unternehmen anbietet. Mbappé ist Pate von „Premiers de Cordées“ und hatte bereits im April bei einer Versammlung gesagt, dass er seine möglichen WM-Prämien spenden wolle. Eine großzügige Geste – auch wenn ihm das bei einem Jahresgehalt von 18 Millionen Euro wohl kaum wehtun wird. Im vergangenen Sommer wechselte Mbappé für 180 Millionen Euro vom AS Monaco zu Paris Saint-Germain und ist damit derzeit der zweitteuerste Spieler der Welt nach Neymar. 

Es ist wahrscheinlich, dass weitere Spieler sich Mbappé zum Vorbild nehmen und ebenfalls Teile ihrer WM-Einnahmen spenden. „Wenn man eine Weltmeisterschaft spielt, ist das ein Vergnügen, denn es ist ein Traum, der wahr wird“, zitiert L’Équipe Mbappés Teamkollegen Samuel Umtiti. „Klar, dabei steht auch Geld auf dem Spiel, aber das ist mir egal. Dafür spiele ich nicht.“ In einer Zeit, in der viele Fans sich abwenden, weil ihnen der Fußball zu sehr vom Geld getrieben ist und viele Fußballer auf sie wie abgehobene Multimillionäre wirken, ist das ein schönes Signal. Umso trauriger, dass die deutschen Nationalspieler dem guten Beispiel nun nicht mehr folgen können.

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