Wir hatten ja zeitweilig schon an der Sinnhaftigkeit von Challenges in sozialen Netzwerken gezweifelt. Denn oft verfolgen sie keinen größeren Nutzen: Gummibärchen tanzen zu Adele-Hits, andere springen aus fahrenden Autos oder hungern sich zum „Thigh Gap“ runter. Manchmal kann das alles richtig gefährlich werden. Nun aber gibt es aber endlich wieder eine Challenge, die die Welt ein Stückchen besser macht: die „Trashtag Challenge“.

Dabei werden in der Regel zwei Fotos gepostet: eines von einer Landschaft, in der viel Müll rumliegt. Und eines von derselben Landschaft, wenn der Müll in Tüten gepackt ist. Solche Bilder werden inzwischen weltweit gemacht und über soziale Netzwerke wie Twitter, Reddit und Instagram verbreitet.

Manche Teilnehmer führen die Challenge zwar etwas sporadischer aus, posten beispielsweise nur Bilder vom Ergebnis oder sich selbst, mit vollgestopften Mülltüten in der Hand. Aber der Effekt auf die Umwelt ist ja der gleiche: Endlich war jemand da und hat sie von Plastik, Glas, Papier befreit.

Inzwischen gibt es sogar einen eigenen Account zur Challenge, auf dem besonders eindrucksvolle Bilder gesammelt werden.

Die Tradition des gemeinsamen Müllwegschaffens gibt es dabei schon länger: In Bayern zum Beispiel, bekannt als „Rama dama“, auf Hochdeutsch also: „Räumen tun wir!“ Anlässlich dieser Veranstaltung treffen sich einige Gemeinden oder auch kleinere Gruppen, um die Natur von Müll zu befreien. Schön, dass das jetzt aber offenbar keine regionale Beschäftigung ist. Sondern eine, die auf den sozialen Netzwerken von Tausenden als cool gewertet wird.

lath