#IAmJustAKid: Auf Tiktok reisen Menschen in ihre Kindheit

Screenshot: TikTok @timschaeker

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Dass die Menschen im Frühjahr 2020 etwas schwermütig an die vergangenen Jahre zurückdenken, liegt eigentlich nahe. Auf Tiktok gehen die Leute sogar noch einen Schritt weiter und machen kleine Zeitreisen in ihre Kindheit. Was der Wissenschaft bis heute nicht einmal ansatzweise gelungen ist, machen die Social-Media-User*innen einfach, indem sie ein altes Foto ausgraben und sich in möglichst ähnlicher Kleidung genau in die gleiche Pose begeben. Zack, Wurmloch geschaffen, Raum-Zeit-Kontinuum gebrochen. Und die Ergebnisse sind ziemlich herzig:

Die Kurzvideos trenden auf der Plattform unter dem Hashtag #IAmJustAKid – eine Anspielung auf den Retro-Song, der im Hintergrund läuft: „I Am just A Kid“ von Simple Plan aus dem Jahr 2002. Insgesamt wurden die Videos über 1,3 Milliarden mal angeschaut – aber natürlich manche öfter als andere. 16 000 Likes für eine Affenpose sind nun wirklich leicht verdient:

Manche Personen nutzen den Hashtag auch für subtile Angeberei – nach dem Motto: Schaut, wie gut ich mich ausgewachsen habe. Und vergönnt sei es ihnen:

Aber nicht jedes Video ist putzig. Manche fallen eher in die Kategorie  „seltsam“. Schließlich ist nicht alles, was einem als Kind sinnvoll und lustig erschien, als Erwachsene*r noch eine gute Idee. Und wie zur Hölle haben die bitte ihre Eltern dazu bekommen, da mitzumachen?

Die nettesten Erinnerungen sind aber wohl die, die Geschwister miteinander nachgestellt haben. Hier kann man sehen: Egal wie viel Mühe man sich gibt, das Brüderchen oder Schwesterchen über die Jahre loszuwerden, am Ende kommt die Pandemie und man muss doch mit ihnen Vorlieb nehmen – ein Band fürs Leben.

Dank Tiktok haben wir in der Corona-Krise also wenigstens gelernt, dass das Kind in uns nicht erwachsen wird – es muss ihm nur langweilig genug werden, dann kommt es wieder zum Vorschein.

mpu

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