Diese Frisuren beweisen, dass du dir die Haare nicht selbst schneiden solltest

Unter dem Hashtag #CoronaHaircut sieht es nicht gut aus.

Foto: Screenshot/Twitter @cutiepup6

Beim Blick in den Spiegel könnte man dieser Tage meinen, die Friseurläden hätten schon seit Monaten, vielleicht auch Jahren geschlossen: Das Haar vieler Menschen ist in der Krise lang geworden, irgendwie zottelig und manchmal ungewohnt grau. So ähnlich beschreiben es zumindest viele Menschen in den sozialen Netzwerken. Nun ist es bei vielen offenbar schon so schlimm geworden, dass sie den Anblick nicht mehr ertragen können. Sie begehen deshalb einen Fehler, der sich nicht mehr rückgängig machen lässt: Sie schneiden sich selbst die Haare.

Die Ergebnisse, die viele von ihnen unter Hashtags wie #CoronaHaircut oder #PandemicHaircut teilen, sind eher lustig als schön. Ein häufiger Kommentar unter den Bildern ist deshalb ein tröstender: „Ach, Liebes, das wächst ja alles wieder nach.“

Und das, obwohl die meisten immerhin noch auf die Idee gekommen sind, ihre Liebsten um Hilfe zu bitten. Doch die wurden eben auch nicht dafür ausgebildet. Eine Nutzerin warnt deshalb andere auf Twitter: „Schneidet eurem Mann NICHT die Haare – egal, wie sehr er darum bettelt.“

Tatsächlich fällt auf, dass sich hauptsächlich Männer an das Experiment „Corona-Haarschnitt“ wagen. Und, dass sie die Verantwortung dafür meistens an ihre Partner*innen abgeben, die das Projekt ausführen sollen. Die meisten bereuen das nachher allerdings öffentlich. Wie der Nutzer Quinn Callahan beispielsweise. Er schreibt: „Egal, wie lang eure Haare werden – haltet eure Partnerinnen von den Haarschneidemaschinen fern.“

Ob er auch vor haareschneidenden Männern warnen hätte sollen? Die Bilder, die diese Frau postet, legen das zumindest nahe:

Andere wenden sich auch als Erwachsene noch vertrauensvoll an ihre Mütter, manchmal auch Väter. Und werden in ihrem Vertrauen bitter enttäuscht.

So richtig tollkühn beziehungsweise töricht wird man aber wohl erst im Alter, wenn man die Verantwortung über das eigene Haar an seine Enkelin abgibt. An seine siebenjährige Enkelin im Fall dieses frischfrisierten Nutzers:

Einige sehen die aktuellen Bedingungen offenbar auch als Chance, endlich mal wieder etwas Neues auszuprobieren. Zum Beispiel Irokesen. Nur nicht an sich selbst, sondern erstmal an den eigenen Kindern. 

Während das manchen Kindern gefällt, haben andere Mühe, sich mit dem neuen Look anzufreunden.

Einige Erwachsene testen ihre Fähigkeiten offenbar lieber erst mal an ihren Haustieren aus, bevor menschliches Haupthaar daran glauben muss.

Es gibt aber auch solche, die ihre Haarschnitte tatsächlich ganz gut hinbekommen. Und sich dann darüber freuen. Einer schreibt beispielsweise: „Ein Youtube-Video und eine Haarschneidemaschine haben mir gerade zwölf Dollar gespart.“

Wichtig scheint für ein so gutes Ergebnis zu sein, dass man sich eine Anleitung sucht. Und nicht einfach so drauf losschneidet. Die Friseurin Cinja erklärte uns deshalb einmal im Interview, wie es ungefähr zu schaffen sein könnte: Frauen sollten möglichst nicht zu viel wegschneiden, nur das Nötigste. Denn sonst sei nicht mehr viel zu retten. 

„Wenn man sich an einem Herrenschnitt ausprobiert, rate ich dazu, erst einmal nur rund um die Ohren und am Nacken vorsichtig nachzuschneiden.“ Am Nacken müsse man dann darauf achten, die Haare erst mit einem Kamm sorgfältig nach unten zu kämmen. Das lasse alles schon viel ordentlicher aussehen. Mehr, so sagt sie, solle man allerdings nicht machen. Denn: „Bei Herrenschnitten fällt einfach jeder Zentimeter auf.“

lath

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